Greta segelt mit Hightech-Yacht nach NY


 
 
 

Greta segelt nach NY. Im September wolle die 16-Jährige am Klimagipfel der Vereinten Nationen in New York teilnehmen, im Dezember dann an der Weltklimakonferenz in Santiago de Chile, heißt es aus den Führungsstab um Greta. Lange Zeit machten sich Grata und ihr Vater Svante darüber Gedanken, wie man CO2-neutral nach NY kommen könnte. Da kam ein Abenteurer und Profi-Segler mit Hightech-Yacht gerade recht. Boris Herrmann (34) bietet Grata eine Mitfahrgelegenheit auf seiner 20 Meter langen Hightech-Yacht Malizia 2 an. Die Yacht erzeugt Strom über PV-Module und einen Propeller und hat eine Meerwasserentsalzungsanlage. Mitte August soll es in 13 Tagen über den Nordatlantik und Neufundland nach NY gehen. Ohne jeglichen Komfort. Auf der Yacht gibt es keine Dusche, keine Toilette und nur einen kleinen Gaskocher. Und bei Seegang, der dort ständig vorherrschen wird, kommt man sich vor wie in einer Wäscheschleuder.

Die ca. 6.000 km von England nach NY sollen in 13 Tagen bewältigt werden. Was in etwa nur 10 Knoten, oder 20 Stundenkilometer im Schnitt bedeutet. Denn eine solche Rennyacht kann die Strecke auch in der Hälfte der Zeit zurücklegen, allerdings in umgekehrter Richtung. Mit Greta geht es aber genau gegen den Golfstrom und Wind/ Jetstream an.

Überquert man den Atlantik von Europa in Richtung USA, so segelt man i.d.R. zunächst nach Süden zu den Kanarischen Inseln und überquert den Atlantik Äquatornah mit Hilfe der Passatwinde. In der Karibik angekommen segelt man dann mit den Golfstrom weiter nach Norden bis NY.

Nicht so Greta. Bei ihr geht es immer hart am Wind gegen Wind, Strömung und Welle an. Eine Tortour wird das werden, wie ich als erfahrener Segler und „Seemann“ berichten kann. Die Yacht haut dabei mit dem Bug in nahezu jede Welle und selbst härtesten Seemännern wird dabei oft speiübel. An Essen, Schlaf und Ruhe ist während der 13 Tage nicht zu denken. Zudem geht das Spritzwasser über den Bug hinweg über das ganze Schiff und man ist ständig nass und friert und hat brennendes Salzwasser in Gesicht und Augen und wird hin und her geschleudert. Ich bin gespannt, ob das gut gehen wird.

Wie man einen 16jährigen Mädchen, das keine Seglerin ist eine solche Überfahrt als Eltern und Sponsoren von Fridays for Future zumuten kann, ist mir ein Rätsel. Zudem ist eine Rennyacht aus Plastik weder klimaneutral noch CO2frei.

Erneut zeigt sich, Greta ist eine Millionenprojekt solventer Investoren und macht alles mit, was ihr eingeredet wird.