Superyacht Challenge Antigua: Dramatische J-Class-Kollision vor Antigua

Der Crash zwischen Svea und Topaz
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Bei einem Crash kurz vor dem ersten Start des Karibik-Klassikers wurden „Svea“ und „Topaz“ schwer beschädigt. Zwei Segler mussten medizinisch betreut werden

Das Unglück ereignete sich kurz vor Beginn der ersten Wettfahrt der Superyacht Challenge Antigua: 90 Sekunden vor dem Startschuss kollidierte die J-Class-Yacht „Svea“ mit ihrer Klassenkameradin „Topaz“, fuhr ihr mit dem spitzen Bug auf dramatische Weise über das Heck. Dass die Segler dabei weitgehend unversehrt blieben, erscheint beim Anblick der Bilder fast wie ein Wunder. Beide Yachtschönheiten wurden schwer beschädigt. Von „Topaz“ ging ein Segler über Bord, zwei „Topaz“-Segler mussten medizinisch betreut werden, sind aber nicht schwer verletzt. Das vermeldete in einem sehr knappen Statement in der Nacht zum Freitag die Klassenvereinigung J Class Association.

Beide Boote konnten den Hafen von Antigua noch aus eigener Kraft anlaufen, können aber nicht mehr an der Regatta teilnehmen. Die Jury der Regatta hat inzwischen festgestellt, dass die „Svea“-Crew die Regeln 10 und 14 verletzt hat. „Svea“ segelte zum Zeitpunkt der Kollision auf Steuerbord, „Topaz“ auf Backbord und mit Vorfahrt. Weitere Kommentare gab es zunächst weder von den beteiligten bis zu 35-köpfigen Crews noch von den Veranstaltern oder der Klassenvereinigung. Das Video vom folgenreichen Crash ist einer von mehreren in den sozialen Netzwerken kursierenden Clips und zeigt am Ende, wie sich die ganz in der Nähe des Unglücks segelnden „Velsheda“-Crewmitglieder unter Deck in Sicherheit bringen, weil sie fürchten, dass die Masten der an der Kollision beteiligten Boote brechen. Die „Sofort unter Deck“-Rufe sind laut zu hören.

Für den Rest der Flotte verlief der Auftakt zur schönen Segelschau weniger dramatisch: In der „Bucaneers“-Klasse übernahm die 26 Meter lange Oyster 885 „Firebird“ mit Taktiker und Doppel-Olympiasieger Jesper Bank aus Dänemark die Führung. Bei den „Privateers“ führt die 33 Meter lange „Missy“, und bei den „Corsairs“ hatte zunächst „WinWin“ die Bugspitze vor „Nilaya“ und „Pink Gin VI“.