So kommen Sie auch ohne Jacht in den Genuss des Zürichsees

Jachtneid? Wieso denn auch. Den See kann man auch mit ganz anderen Gefährten erobern. Wir haben einige Tipps für Sie.

Wenn Reiche Abstand zur Realität brauchen, für einen Moment dem Job entkommen möchten, entspannen sie also auf einer Jacht, wie uns der Jachtbesitzer vom Zürichsee heute Mittwoch im TA erzählt hat. Aber was ist mit all den Zürcherinnen und Zürchern, die sich eine Jacht nicht leisten können, nicht leisten wollen? Wie kommen sie auf den See, um dieses besondere Gefühl, diesen Perspektivenwechsel zu erlangen?

Wir haben einige Ideen für Sie gesammelt, wie Sie auch mit (relativ) kleinem Budget die Vorzüge des Zürichsees während dieser heissen Tage ausschöpfen können:

Das einfache Boot

Über den See brausen, den Wind in den Haaren spüren und Alltagssorgen vergessen. Das alles kann eine Tour mit einem Motorboot bieten, und das ist – für manche vielleicht überraschend – auch ohne Bootsprüfung möglich. Und ganz so viel wie eine Jacht kostet der Spass auch nicht. Der Preis liegt deutlich unter dem eines Luxusboots, um die 70 Franken reichen aus, um eine Stunde Gas zu geben und dabei Seeluft schnuppern zu können. Diverse Bootsverleiher am Zürcher Seebecken bieten die kleinen Boote an.

Etwas Melancholie gefällig?

Es gibt sie vermutlich schon seit einigen Jahrzehnten, und das nicht ohne Grund. Sie kombinieren für 30 Franken Sport, Spass, Wasser und tolle Gespräche. Wer hat es bereits erraten? Es handelt sich natürlich um Pedalos. Für Kinder und Junggebliebene bietet ein Pedalo mit Rutsche zusätzliche Unterhaltung, Kostenpunkt liegt hier allerdings bei 35 Franken. Mieten können Sie zum Beispiel hier.

Für die Sportlichen

Wer kein Stand-up-Paddle besitzt, kann eins mieten. Rund 30 Franken muss man für eine Stunde berappen. Wem das Paddeln allein nicht genügt, der kann die Zeit auf dem See auch gleich noch anders nutzen. Ein Beispiel gefällig? Verwandle das Stand-up-Paddle in ein Yogabrett. Die Gefahr, in den See zu fallen, bietet neben dem tollen Ausblick zusätzliche Motivation, die Körperspannung auf dem Brett zu halten. Mehr Informationen gibt es bei Supkultur.

Für ein Abenteuer zwischendurch

Kajak fahren ist eine gute Gelegenheit, die Muskeln auszupacken und sich den See zu eigen zu machen. Wer ein eigenes besitzt, ist hier klar im Vorteil. Wer keines besitzt, muss aber mit 50 Franken pro Person für die Ausrüstung und 120 Franken pauschal für den Transport der Ausrüstung an den Zürichsee rechnen. Es lohnt sich also, daraus einen Tagesausflug zu machen und mit Freunden oder der Familie einen sportlichen Tag zu verbringen. Mehr Informationen gibt es hier.

Jachtbesitzerin für ein paar Stunden

Jenen, für die eine Ausfahrt mit der Jacht trotzdem eine Herzensangelegenheit bleibt, bietet sich ebenfalls eine Möglichkeit: eine Segeljacht, die für zwei Stunden ab 360 Franken mietbar ist. Wenn Sie zusätzlich noch Freunde oder Verwandte motivieren können, kann man sich die Summe aufteilen – und endlich darf man sagen: «Ich war schon einmal auf einer Jacht!» Mehr Informationen gibt es unter Lago Zürich.

Bei diesem heissen Wetter ist es vollkommen verständlich, wenn nicht jeder motiviert ist, selbst aktiv das Boot in Bewegung zu setzen und zu lenken. Wer das Steuerrad also lieber abgibt, kann sich entweder in ein Kursschiff setzen, oder man wählt…

Die exotische Variante

Man kennt die Banane vor allem von den Ferien am Strand. Aber kaum ein anderes Obst eignet sich so gut als Seetransportmittel. Und so kann man sie hin und wieder auch auf dem Zürichsee entdecken. Allerdings ist der Spass nicht ganz billig: Das Bananenboot kostet 200 Franken pro Stunde für vier Personen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Ist unter diesen Ideen noch immer nicht die richtige dabei, so bleibt immer noch die natürlich günstigste und spontanste Möglichkeit. Man schnappt sich das eigene Gummiboot oder die Luftmatratze und paddelt selbst hinaus. Dabei muss aber beachtet werden, dass ein Gefährt ohne Registrierung nicht weiter als 150 m vom Ufer entfernt benutzt werden darf. Überschätzen Sie sich nicht, ein See birgt einige Gefahren, eine Sicherheitsweste ist empfehlenswert.